MFH Butzenstrasse, Wollishofen

Der komplexe, sternförmige Grenzverlauf war prägendes Element und besondere Herausforderung bezüglich ansprechender Formfindung und Maximierung der Wohnflächen. Es entstand ein heterogener Baukörper, dessen Gestalt durch Einbindung der Aussenräume ein städtebaulich stimmiges Erscheinungsbild ergibt.

Die Optimierung des innenliegenden Kerns und die besondere Gebäudeform definieren eine innere Logik, welche die Lage und Teilung der Wohneinheiten festlegt. Durch Abtausch bzw. Schichten von Teilbereichen (Wohnen/Essen + Zimmer/Garderobe/Bad), auch zwischen den Geschossen, entsteht die grosse Vielfalt von 7 unterschiedlichen Wohnungstypen. Die heterogene Form wird sowohl durch das versetzte Fugenbild eines Läuferverbands mit vorgehängten Glasfaserbetonplatten als auch durch das über Eck ziehen der Fenster und Balkone als Einheit spürbar.

Die Komplexitäten Belichten und Belüften werden im Sinne des Lärmschutzes und der Privatheit thematisiert. Grosszügige Panorama-Fixverglasungen öffnen den Raum. Die Belüftungsflügel hingegen liegen hinter gelochten Glasfaserbetonplatten, die einerseits schalldämmend und andererseits als Absturzsicherung wirken. Des Weiteren vermitteln diese Belüftungsflügel als Typus zwischen opaker Fassade und Verglasung. Die Bäder an der Fassade sind durch dieses Sonderfeature natürlich belichtet, belüftet und die Intimität bleibt gewahrt.